Mehr vom Gleichen?

Wer tut, was er immer getan hat bekommt, was er immer bekommen hat.
Und trotzdem stehen wir da und machen immer noch „Mehr vom Gleichen“ äähhh eigentlich „Mehr vom Falschen“.

Albert Einstein hat mal gesagt: „Probleme kann man niemals mit der selben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“.
Und der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann!

Und vor lauter Wollen, Tun und Machen achten wir nicht mehr auf die Impulse, die vielleicht aus ganz anderen Ecken kommen mögen.

Die beste Option – gerade angesichts des zaghaften Frühlings – ist da wohl: das Leben genießen, es annehmen wie es gerade ist und neugierig in die Welt schauen und neue Ideen und Anregungen aufnehmen.

P.S. Die Probleme, die sich mit dieser Vorgehensweise nicht lösen lassen sind am nächsten Regentag auch noch da.

ganzheitlich vs. zirkulaer

Kaum ein Wort ist im Gesundheitsbereich in den letzten Jahren öfter benutzt worden als „ganzheitlich“. Von der Massage bis zur Krebstherapie – viele verwenden es, aber was heisst das eigentlich.?

Okay, im therapeutischen Sinne vielleicht Körper, Geist und Seele. Ja schön, aber ist das alles? Welcher ganze Mensch ist denn gemeint? Der von gestern oder der von heute, der Familienvater, der Berufspendler, die Mutter oder die Abendschülerin?

Ich kann ja noch nicht einmal einen Menschen gleichzeitig (ohne Hilfsmittel) von vorne und hinten betrachten, wie soll ich ihn da in seiner Gesamtheit wahrnehmen, mit allen bewussten und unbewussten Anteilen, allem Sichtbaren und Unsichtbaren, Gegenwärtigem und Vergangenem? Wenn man sich das mal so richtig bewusst macht, wird klar, dass damit eigentlich jeder komplett überfordert ist. Und wenn das ganzheitliche Verstehen unmöglich ist, verbietet sich Handeln auf dieser Grundlage.

Ich plädiere deshalb für das zirkuläre Denken und Handeln.
In der Gewissheit, dass alles zusammenhängt, kann ich an einem beliebigen Ort mit der Arbeit (oder dem Verstehen) anfangen – der „Ganzheit“ ist das vollkommen wurscht. Wie beim Dominospiel: stößt man einen Stein an, fallen eine ganze Menge andere Steine um und zwar egal wieviele Augen sie aufgedruckt haben 😉

Alles Leben findet in Kreisen und Kurven statt, geradeaus ist eine Erfindung der Menschen. Und wenn ich mir Entwicklung als Spirale vorstelle, habe ich nach meiner Meinung eher die Möglichkeit, meinen Blick zu weiten und die nächste Biegung in den Blick zu nehmen. Da fällt vorwärts gehen tatsächlich ein wenig leichter. Und wenn ich nur den nächsten Schritt anschaue steigt die Chance, dass ich ihn auch tatsächlich angehe :-).

Bitte daran denken:
Wer immer stur geradeaus geht landet irgendwann vor einer Wand.

Die schärfste Nummer der Menschheit ?

Selbsthypnose!

Wussten Sie, dass Sie keinen Schritt vor den anderen setzen können, ohne sich selbst vorher das Kommando gegeben zu haben? Versuchen Sie doch mal, eine Telefonnummer zu wählen, ohne sich vorher jede Ziffer vorzusagen. Ja, ich weiß auch, dass man sowas heutzutage im Telefonbuch des Smartphones hat. Also probieren Sie doch mal ihr Adressbuch aufzurufen, ohne sich selbst das Kommando zu geben. Und das ist immer so, egal was sie tun.

Da könnte man doch drauf schließen, dass es in uns eine Instanz gibt, die diese Befehle hört und ausführt. Mal angenommen, so etwas gibt es und sie sagen dieser Instanz jeden Tag: „das kann ich nicht, da bin ich zu blöd dazu“. Sie werden recht behalten, da ihre Befehle ja sofort ausgeführt werden (siehe Beispiel Telefon).

Wenn das so ist, dann könnten sie dieser Instanz ja auch andere Befehle geben wie z.B. „was immer ich tue, es gelingt mir“ oder „ich bin klug“ oder „ich bin schön“.

Das machen Sie einmal und sofort sieht die Welt ganz anders aus? Na klar – sie haben sich ihr ganzes Lebens im Selbstgespräch = Selbsthypnose runtergemacht und das soll mit einem Satz nicht mehr gelten? Ein bißchen mehr Mühe müssen sie sich schon geben.

Das geht so ähnlich wie einen Hund trainieren: Wauzi soll „Sitz“ machen. Sie sagen ihm das Wort, drücken gleichzeitig den Hintern runter und wenn Wauzi sitzt, bekommt er ein Leckerli. Das wiederholen Sie so lange, bis sich der Hund bei dem Wort „Sitz“ schon hinhockt bevor das Wort fertig ausgesprochen wird. Und schon haben Sie das Tierchen erfolgreich hypnotisiert – äh trainiert.

Und genauso funktioniert das auch mit ihren „Befehlen“ bzw. mit dem inneren Dialog. Es dauert ein Weilchen, bis der Erfolg durchschlagend ist – üben, üben, üben. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Probieren Sie es aus.

Detailliertere Anleitungen gibts in meiner Praxis, ganz individuell auf sie zugeschnitten.